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Haus zu groß geworden? Verkleinern im Alter: Wann der Wechsel sinnvoll ist und wie er gelingt

Autorenbild: Jonas Nonnenprediger
Jonas Nonnenprediger
vor 15 Stunden
3 Min. Lesezeit

Die Kinder sind ausgezogen, Treppen werden mühsamer, und Garten, Heizung und Reparaturen kosten mehr Kraft als früher. Viele Eigentümer merken irgendwann: Das Haus passt nicht mehr zum eigenen Leben. Der Gedanke, sich zu verkleinern, kommt oft lange vor der Entscheidung.

Ich bin Immobilienmakler in Schwerin und begleite Eigentümer, die nach vielen Jahren ihr Haus verkaufen. In diesem Beitrag lesen Sie, woran Sie merken, dass ein Wechsel sinnvoll sein kann, welche Wohnformen infrage kommen und wie Sie Verkauf und Umzug so planen, dass Sie selbst den Takt bestimmen.


Woran Sie merken, dass das Haus zu groß geworden ist


Es gibt selten den einen Auslöser. Meist kommen mehrere Dinge zusammen:

  • Mehrere Zimmer werden kaum noch genutzt, müssen aber geheizt und gepflegt werden.

  • Garten, Dach, Dachrinne oder Schneeräumen werden zur Last oder müssen bezahlt werden.

  • Treppen, Schwellen oder ein Bad ohne ebenerdige Dusche machen den Alltag schwerer.

  • Größere Reparaturen oder eine neue Heizung stehen an, und Sie fragen sich, ob sich das für Sie noch lohnt.

  • Ärzte, Einkauf und Familie sind nur mit dem Auto gut zu erreichen.

Wenn Sie sich in mehreren Punkten wiederfinden, lohnt es sich, die Möglichkeiten in Ruhe durchzudenken. Eine Entscheidung ist damit noch nicht gefallen.


Früh entscheiden heißt selbst entscheiden


Wer frühzeitig plant, hat die meisten Möglichkeiten. Sie wählen die neue Wohnung nach Ihren Wünschen aus, nehmen sich Zeit für den Verkauf und müssen keinen Preis akzeptieren, nur weil die Zeit drängt. Wer erst handelt, wenn Gesundheit oder Pflege den Umzug erzwingen, hat diesen Spielraum oft nicht mehr.

Hinzu kommt: Ein Verkauf mit Besichtigungen, Unterlagen und Notartermin kostet Kraft. Mit guter Begleitung ist das zu schaffen, aber es ist leichter, solange Sie es aus eigener Entscheidung angehen. Was bei einer Pflegesituation wichtig ist, lesen Sie auf der Seite Immobilie verkaufen bei Pflege.


Welche Wohnformen infrage kommen


Verkleinern muss nicht heißen, in eine kleine Mietwohnung zu ziehen. Je nach Wunsch und Lebenslage gibt es verschiedene Wege:

  • Eine barrierearme Eigentumswohnung mit Aufzug, in der Stadt oder im eigenen Ort

  • Eine Mietwohnung, wenn Sie keine neue Verantwortung für Instandhaltung übernehmen möchten

  • Ein kleineres Haus oder ein Bungalow ohne Treppen

  • Betreutes Wohnen oder eine Wohnanlage mit Serviceangeboten

  • Eine Wohnung in der Nähe der Kinder, auch in einer anderen Stadt

Überlegen Sie vorher, was Ihnen wichtig ist: Nähe zu Familie und Freunden, kurze Wege, ein Balkon oder ein kleiner Garten, Ruhe oder Leben vor der Tür. Daraus ergibt sich, welche Wohnung die richtige ist.


Erst verkaufen oder erst die neue Wohnung finden?


Diese Frage stellt sich früh. Beides hat Vor- und Nachteile. Wer zuerst verkauft, kennt seinen Erlös und kann sicher planen, braucht aber unter Umständen eine Übergangslösung. Wer zuerst kauft oder mietet, muss vielleicht eine Zeit lang doppelte Kosten tragen.

Oft lässt sich beides gut verbinden, zum Beispiel über einen späteren Übergabetermin im Kaufvertrag. So bleiben Sie im Haus, bis die neue Wohnung bezugsfertig ist. Ausführlich erkläre ich die Möglichkeiten im Beitrag Erst verkaufen oder erst kaufen?.


Wenn Sie im Haus wohnen bleiben möchten


Nicht jeder möchte ausziehen. Manche Eigentümer wollen Kapital aus der Immobilie freisetzen und trotzdem bleiben. Dafür gibt es Modelle wie den Verkauf mit Wohnrecht oder Nießbrauch und verschiedene Formen der Verrentung. Jedes Modell hat eigene Folgen für den Preis, die Erben und Ihre Rechte im Haus.

Einen Vergleich finden Sie im Ratgeber Verkaufen oder verrenten und im Beitrag Wohnrecht und Nießbrauch beim Hausverkauf.


So gehen Sie den Verkauf an


  • Wert ermitteln: Am Anfang steht eine realistische Bewertung. Sie wissen dann, mit welchem Erlös Sie für die neue Wohnung rechnen können.

  • Unterlagen sammeln: Grundbuchauszug, Grundrisse, Energieausweis und Nachweise über Modernisierungen. Eine Übersicht gibt die Checkliste Unterlagen.

  • Ausmisten mit Zeit: Nach vielen Jahren im Haus ist das oft der schwerste Teil. Fangen Sie früh an und beziehen Sie die Familie ein.

  • Vermarktung planen: Wie viel Öffentlichkeit Sie möchten, entscheiden Sie. Ein Verkauf ist auch diskret ohne Immobilienportale möglich.

  • Übergabe festlegen: Den Auszugstermin stimmen Sie mit dem Käufer ab, damit der Umzug ohne Hektik gelingt.


Persönliche Begleitung in Schwerin und Umgebung


Ich bewerte Ihr Haus vor Ort, kostenlos und unverbindlich, und nenne Ihnen den ermittelten Wert und einen empfohlenen Startpreis. Danach entscheiden Sie in Ruhe, ob und wann Sie verkaufen. Besichtigungen begleite ich persönlich, sodass Sie nicht jeden Termin selbst führen müssen. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite Immobilie im Alter verkaufen.

Vereinbaren Sie eine kostenlose Bewertung oder rufen Sie mich an: 0176 / 325 153 54. Sie erreichen mich täglich von 9 bis 22 Uhr.

Dieser Beitrag ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Fragen zu Steuern, Erbe und Verträgen klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater oder Notar.

 
 

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